San Agustín de la Emboscada


LandParaguay
BundeslandCordillera
Koordinaten25°07′24″S 57°21′19″W
Meereshöhe192 m
Entfernung nach Asunción39 km
Oberfläche265 km²
Einwohner14.262 hab. (2012)
Bevölkerungsdichte54 hab./km²
Bezeichnungemboscadeño / a
SpracheSpanisch und Guaraní
ZeitzoneUTC -4
Postleitzahl3210
Vorwahl Telefon(595) (529)
Bürgermeister Jacinto Raúl Peña Silva
Feiertage 28 August „San Agustín“ Tag
24 Juli “San Francisco Solano” Tag
Schutzpatron San Agustín und San Francisco Solano

Emboscada liegt im Department Cordillera in Paraguay. Die Stadt wurde im Jahre 1740 von Gouverneur Rafael de la Moneda als „St. Augustin de Emboscada“ gegründet. Die Ureinwohner waren Indios von dem Stamm der Guaycurú. In den Anfängen der Kolonialzeit gelangten flüchtige brasilianische Sklaven in die Region und fanden dort Zuflucht. Noch heute sieht man vielen Bewohnern an, dass sie schwarzafrikanischen Vorfahren hatten.

Die Stadt ist umgeben von Flüssen, dem Rio Paraguay, dem Rio Salado, der aus dem Ypacarai See entspringt und dem Rio Piribebuy. Am Río Paraguay liegt der historische Hafen Arecutacua.
Es gibt mehrere Lagunen rund um Emboscada, die teilweise ganzjährig Wasser führen. Bekannt sind die Lagunen Jnana, Pelada, Ihu, Guazii, San Martin, Canduy, Caraguatay Yeguarizo, Piru und Tupi.

Wirtschaft

Emboscada ist auch als Stadt der Steine bekannt. Viele Bewohner leben vom Abbau von Steinen, die sie in zahlreichen kleinen Steinbrüchen per Hand abbauen. Die Steine werden zum Haus- oder Straßenbau verwendet. Es gibt auch Steinmetze die Kunstgegenstände oder Möbel (Bänke, Tische) herstellen.
Viele Menschen betreiben eine kleine Landwirtschaft mit einigen Kühen, sie bauen Maniok, Süßkartoffel, Tomaten oder Bananen an und gewinnen aus der paraguayischen Kokospalme Öl. Einige gehen zum Fischen an den Río Paraguay. Es gibt ein lokales Kunsthandwerk, das sich auf die Herstellung von Hüten aus der “Karanda´y Palme” spezialisiert hat, andere fertigen die sogenannten „Guampas“ aus Holz an. Diese Becher werden zum trinken von Tereré und Mate benutzt.

Klima

Das Klima im Department Cordillera ist tropisch und trocken. Das Tempermittel liegt bei 22 °C, das Maximum im Sommer bei 39°C und das Minimum im Winter bei 1 °C.

Flora und Fauna

In Paraguay gedeiht eine üppige Vegetation. Die einheimische Baumarten wie Lapacho, Peterevy, Urundey, Kurupa’y, Zeder, Timbo, Yvirá Pyta, Quebracho, Karanda’y und andere sind oft begehrt wegen des wertvollen Holzes. Daher finden sich nur vereinzelt noch große Exemplare.
Manche einst heimische Tierarten wie der Mähnenwolf, Ameisenbär oder Jaguare sind aus der Region verschwunden. Andere wie Schakale, Wasserschweine und eine Vielzahl von Vogelarten können in der Gegend beobachtet werden. Die Flüsse sind ein paradis für Angler, hier ibt es den Surubí, Doraden, den Armado, Solalinde, Pico de pato und Pacú.

Kultur

Die Fransiskanerkirche in Emboscada wurde dem heiligen “San Agustín” geweiht. Sie wurde im Jahre 1774 auf Initiative von einem Pater Amancio González errichtet. Der Altar und seine Bilder sind aus Holz mit herrlichen Schnitzereien im Stiel der Franziskaner. Die Wände, Türen und Fenster des Gebäudes wurden im 18. Jahrhundert geschnitzt. Am 28. August findet zu Ehren vom heiligen San Augustin ein Fest statt. Bei dieser Gelegenheit wird die Heiligenfigur durch die Straßen getragen und anschließend feiert die Bevölkerung.

“Fiesta
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“Fiesta

In dem Stadtteil Minas, wird am 24. Juli das Fest zu Ehren des heiligen San Francisco Solano gefeiert. Auf den Prozessionen tanzen maskierte zu den Klängen von Trommeln und marschieren durch die Straßen des Städtchens bis zur Kirche. Es spielen Folkloregruppen und es gibt reichlich zu essen und zu trinken. Die Akteure sind verkleidet, sie tragen Masken und Überhänge voller Hühnerfedern. Sie danken den Gefälligkeiten des heiligen San Francisco Solano mit Tänzen und Musik bis tief in die Nacht. Zu diesem Fest treffen sich zahlreiche Gemeindemitglieder mit auswärtigen Paraguayern und vielen Ausländern.

“Trajes
“Fransisco
“guaikurúes“